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Marieke Rohde Nachwuchsgruppe Multisensorische Wahrnehmung und Handlung Max Planck Institut für Biologische Kybernetik Spemannstrasse 41 72076 Tübingen Deutschland
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| Womit ich meinen Lebensunterhalt verdiene |
Seit September 2008 bin ich PostDoc in der Nachwuchsgruppe Ernst: Multisensorische Wahrnehmung und Handlung am Max Planck Institut für Biologische Kybernetik in Tübingen. Ich arbeite am perzeptuellen Lernen von Propriozeption und Body Image indem ich mit der Gummihand-Illusion experimentiere. Ich wende die Methoden der Psychophysik und der virtuellen Realität an. Insbesondere untersuche ich bestimmte Aspekte der multisensorischen oder sensomotorischen Integration und ob sie Regelmäßkeiten folgen die mit Bayesschen Regeln formal beschrieben werden können, oder in wie weit menschliche Wahrnehmung von einem solchen statistisch optimalen Ansatz abweichen und warum. Mein Hintergrund ist in robotischen Simulationsmodellen. Ich habe am Centre for Computational Neuroscience and Robotics (CCNR) an der Uniersity of Sussex, UK promoviert und bin immernoch affiliiert als Gastwissenschaftler. In meiner Dissertation untersuche ich die Möglichkeit eine bestimmte Art von Simulationsmodellen (Evolutionäre Robotik) zum Studium menschlicher Kognition zu verwenden. Die evolutionäre Robotik ist besonders geeignet um Gehirn-Körper-Umgebungs-Interaktionen zu modellieren, da sie das Verhalten von Robotern nur in der geschlossenen sensomotorischen Schleife anschaut, nicht als Funktion von Inputs und Outputs. Dieses closed-loop dynamical modelling unterscheidet sich von herkömmlichen Modellierungsansätzen wie dem Bayesianischen Ansatz den ich in meiner momentanen Arbeit verwende und ist in vielerlei Hinsicht komplementär. Andere Forschungseinrichtungen in denen ich gearbeitet habe sind das Ikegami Laboratory (Complex Systems and Artificial Life) an der Universität von Tokyo, die Cognitive Research and Enactive Design (CRED) Gruppe an der UTC in Frankreich und die Intelligent Dynamical Systems (InDy) Gruppe am Fraunhofer IAIS in St. Augustin (geführt von Prof. Pasemann, jetzt geschlossen). Ich glaube dass ein Ansatz der experimentelle Methoden und Modellierung kombiniert und sowohl die sensomotorische Verhaltensdynamik studiert und formal beschreibt (im Closed Loop, implizit) als auch die Strukturen menschlicher Wahrnehmungsurteile (open loop, explizit) sehr vielversprechend ist für die Zukunft der Kognitionswissenschaft und der Wahrnehmungsforschung. Desweiteren interessiere ich mich für mehr konzeptuell-philosophische Probleme über das Wesen, den Ursprung und die Prinzipien von Geist, Leben und Kognition. Meine Einstellung steht in weiten Teilen im Einklang mit dem konstruktivistisch-enaktiven Ansatz den Francisco Varela und andere seit den 1980ern (und davor) entwickelt haben. Dieser Ansatz steht wissenschaftlichem Reduktionismus und der Metapher des Geistes als Computer/Repräsentation skeptisch gegenüber und unterstreicht die Bedeutung des körpers (Embodiment), der Situiertheit, der Dynamik, des Aufbaus eines Organismus' und der gelebten Erfahrung. Meine Forschung wird angetrieben von diesen Überzeugungen und der Neugier wie wir unsere Welt so stabil und zugleich so wandelbar konstruieren. Für Details über einzelne Projekte, bitte sehen sie meine Forschungsseite.
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